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enhanced podcast

Mittwoch, 28. Mai 2008 | Autor: Michael Horber

Enhanced Podcasts, bzw. enhanced Podcasting bedeutet schlicht, dass man anstelle einer Video oder Audiodatei ein anderes Format anhängt. Mit der Zeit hat sich jedoch ein bestimmtes Format diesen Begriff zu Eigen gemacht: das AAC Format. Apple benutzt dieses seit geraumer Zeit, allerdings werden unterschiedliche Dateiendungen eingesetzt, die zugleich angeben, um was für eine spezielle Form von AAC-Datei es sich handelt. So werden Musiktitel aus dem iTunesStore im m4p-Format gespeichert, CD-Importe als m4a- und Hörbücher m4b-Dateien.

Neben den klanglichen Qualitäten hat AAC einen weiteren bedeutenden Vorteil:
Das Format unterstützt zusätzliche Features wie das Einbinden von Bildern und das Erstellen von Kapiteln. Von daher ist es hervorragend dazu geeignet, größere Audiodateien für andere Nutzer bereit zu stellen oder Präsentationen damit zu erstellen.

Allerdings gibt es bisher kaum Software, die sich die Eigenschaften zu nutzen machen. Während es für Windows meines Wissens nach keine vernünftige Software gibt, bieten sich für Apple Nutzer insbesondere 2 Möglichkeiten an.

Zum einen kann man derartige Files mit Garageband erstellen. Wie dies von statten geht wird in einem Tutorial Video von Apple verdeutlicht und bedarf daher an dieser Stelle keiner Ausführung.

Die zweite Möglichkeit wird in einem Artikel von Stadtreporter.net geschildert. Auch hier lohnt sich ein Blick.

Warum schreibe ich dann dennoch einen Artikel zu diesem Thema?
Die beiden genannten Möglichkeiten setzen unterschiedliche Arbeitsweisen voraus. Bei Garageband zeichnet man alles aus dem Programm heraus auf. Somit bietet es sich an, alle Aufnahmen direkt am Mac zu machen. Join Together kombiniert unterschiedliche Audiotracks, die man beispielsweise unterwegs mit einem MP3 Recorder gemacht hat. Somit erspart man sich das umständliche anordnen der Einzelteile im Sequencer. Allerdings implementiert JoinTogether nur dann Bilder, wenn sie in den Audiofiles bereits als Coverbild integriert sind. Außerdem können Kapitelmarken nicht manuell gesetzt werden, denn das Programm erstellt automatisch, ausgehend von den Einzelfiles, eine Einteilung.
Dies ist ja an sich wirklich gut, wenn nicht die Nachbearbeitung der fertiggestellten AAC Files so umständliche wäre. Zu diesem Zweck können MacNutzer auf die Freeware ChapterToolMe zurückgreifen. Diese wird offensichtlich nicht weiterentwickelt und kann somit nur noch von Fremdservern geladen werden. Allerdings lohnt sich deren Verwendung auch nur dann, wenn man eine Garageband Version hat, die noch nicht die Podcasting Ebene integriert hat. Verwendet man sie dennoch, muss man alle Kapitelmarken aus dem AAC neu erstellen, denn die Software liest die bereits erstellten Marken nicht aus. Dies funktioniert wiederum mit GarageBand.

Doch dies sind nicht alle Probleme, die ich heute mit dem Format hatte. Hinzukommt die Implementierung dessen mit PodPress als Medium für eine Podcastfolge. PodPress versteht unter der Endung *.m4a generell Videodateien und lädt daher die Videovorschau. Hier wäre es sicherlich sinnvoller, wenn stattdessen der normale Audioplayer erscheinen würde, bzw. wenn der User bei derartigen Formate die Möglichkeit hat, denn Player spezifisch zuzuweisen.

Fazit
Tolles Format, was aber noch einiger Verbesserung bedürftig – leider :-(

Thema: Freeware, Mac | Ein Kommentar